Pendelharmonikon

Donnerstag, 12. November 2026, 18:30–20:30 Uhr, Klosterkeller

Eintritt: Kollekte

Pendel schwingen und schlagen dabei Saiten an. Jeder Ausschlag ist ein Anschlag. Der Klang ist
entsprechend rhythmisch, ein Pulsieren, das den Raum füllt. Weil jedes Pendel durch seine Länge
seinen eigenen Takt hat, laufen die Muster auseinander, schieben sich übereinander und finden nach
einer Weile wieder zusammen.
Dahinter steht eine alte Idee. Das pythagoreische Helikon, das Ptolemäus zugeschrieben wird,
machte in der Antike sichtbar, was man hört: Zusammenklang ist eine Frage einfacher Proportionen,
ablesbar an der Teilung einer Saite. Harmonie als Geometrie. Samuel Tschudin bringt diese
Anordnung in Bewegung. Bei ihm wird Harmonie nicht vorgeführt, sie stellt sich über die Zeit ein.
Die Uraufführung im Klosterkeller dauert zwei Stunden und kennt weder Höhepunkt noch Finale. Man
kann kommen und gehen, wann man mag: kurz hineinhören oder bleiben und verfolgen, wie sich aus
reiner Mechanik Struktur bildet.

Kurzbio
Samuel Tschudin lebt und arbeitet in Basel. Er baut mechanisch-elektronische Musikautomaten und
experimentelle Instrumente, an der Schnittstelle von Klangkunst, Konstruktion und Performance.
Zuletzt u. a. «Schaltungsquintett» (Uraufführung Museum Tinguely, 2025).

https://www.samueltschudin.com